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Post-CO­VID nicht un­ter­schät­zen

Reha-Kliniken der Knappschaft-Bahn-See setzen bei der Behandlung von Post-COVID-Patientinnen und -Patienten unterschiedliche Schwerpunkte

In der digitalen Beratung der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) am 17. März 2022 informierte Dr. Ralf Schneider über die gesundheitlichen Langzeitfolgen, die nach einer akuten Erkrankung an COVID-19 auftreten können, kurz Long-/Post-COVID. Der Chefarzt der Paul-Ehrlich-Klinik, der Reha-Klinik der KBS in Bad Homburg, betonte vor allem die Bedeutung des Impfens: „Impfen schützt in den meisten Fällen gegen eine Corona-Infektion und in vielen Fällen auch gegen Long-/Post-COVID."

„Viele Menschen hatten eine Infektion und später kommt die Erkrankung mit Macht zurück“, sagte Schneider. Wenn mindestens ein Symptom innerhalb von drei Monaten nach dem Beginn einer Corona-Infektion anhalte oder neu auftrete, spreche man nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Post-COVID, so der Mediziner. Das Erschöpfungssymptom sei dabei die Hauptschwierigkeit.

Weitere Symptome von Long-/Post-COVID neben Müdigkeit, Erschöpfung und eingeschränkter Belastbarkeit sind Kurzatmigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Muskelschwäche- und -schmerzen sowie Schlafstörungen. Schneider: „Long-/Post-COVID sollte nicht unterschätzt werden. Es gibt Menschen, die lange mit den Symptomen beschäftigt sind. Extreme Verläufe sind aber zum Glück selten und bei den meisten Menschen heilt die Erkrankung langfristig aus. Eine Reha-Maßnahme kann ein wichtiger Bestandteil der Genesung sein.“

Seit Mitte 2021 werden in fünf der neun Reha-Kliniken der KBS Post-COVID-Patientinnen und -Patienten mit besonderen Konzepten behandelt. Dabei werden in den Kliniken unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. In der Knappschafts-Klinik Borkum und in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg steht das Rehabilitationsziel der Wiederherstellung der deutlich reduzierten Lungenfunktion im Vordergrund. Zur Verarbeitung des Krankheitserlebnisses wird die Behandlung psychotherapeutisch begleitet.

In der Paul-Ehrlich-Klinik in Bad Homburg und in der Chiemgau-Klinik in Marquartstein ist die Post-COVID-Behandlung psychosomatisch ausgerichtet, während somatische Faktoren gleichermaßen mitbehandelt werden.

In der Römerberg-Klinik in Badenweiler liegt der Fokus sowohl auf der Stärkung der allgemeinen körperlichen und kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit als auch der Bearbeitung der psychischen Dimensionen des Krankheitserlebens.

Im Verbund kümmert sich die KBS als Versicherer und Versorger auch nach einer
stationären Behandlung von COVID-19-Erkrankten um die notwendige Reha-Maßnahme in den eigenen Kliniken.

Zur Knappschaft-Bahn-See:
Mit ihrem einzigartigen Verbund aus gesetzlicher Rentenversicherung, Renten-Zusatzversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung mit einem eigenen Medizinischen Netz nimmt die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in der Sozialversicherung einen besonderen Platz ein. Darüber hinaus werden alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse durch die Minijob-Zentrale unter dem Dach der KBS betreut. Mit dem Behindertengleichstellungsgesetz wurde im Jahr 2016 auch die Bundesfachstelle für Barrierefreiheit bei der KBS angesiedelt.

Fotomaterial zu dieser Pressemitteilung erhalten Sie unter www.kbs.de/pressedownload

Porträtbild von Dr. Ralf Schneider (Foto: Paul-Ehrlich-Klinik Bad Homburg): www.kbs.de/SharedDocs/Bilder/DE/Presse/2022/20220317_Dr_Ralf_Schneider.html