Unsere Regionaldirektion in Frankfurt | Knappschaft-Bahn-SeeVersichertenberater auf digitalen Pfaden

Ver­si­cher­ten­be­ra­ter auf di­gi­ta­len Pfa­den

Sie stehen für Kundenorientierung und Versichertennähe, sind Ansprechpartner und Vermittler: in Hessen und Thüringen sind 98 Versichertenberaterinnen und Versichertenberater als ehrenamtliche Experten für alle Fragen der Sozialversicherung im Einsatz. Wie Klaus Heimann aus Wiesbaden oder Hans Lessing aus Merkers. Die beiden engagieren sich seit einem Vierteljahrhundert von zu Hause, in wöchentlichen Sprechstunden oder auch Hausbesuchen für die Belange der Versicherten. "Sind sind ein unverzichtbarer Bestandteil des knappschaftlichen Verbundsystems und gelebte Nähe zu unseren Versicherten", bedankte sich Anke Will, Rentenreferentin und stellvertretende Leiterin der Knappschaft-Bahn-See Regionaldirektion Frankfurt jetzt bei den Jubilaren. Auch an Bernd Börold aus Sondershausen ging anlässlich seines zehnjährigen Einsatzes ein besonderes Dankeschön.

Bernd Börold, Hans Lessing, Anke Will und Klaus Heimann BildVergroessern

Reformen und neue Gesetzesentwürfe des Sozialversicherungssystems stellen die Versichertenberater immer vor neue Herausforderung, erfordern ständige Fortbildung. So wie jetzt Mitte November im hessischen Hohenroda. Nur wenige Kilometer von der Landesgrenze zu Thüringen entfernt, wo sich die Mauer vor 30 Jahren öffnete, hatte die Knappschaft-Bahn-See die Versichertenberater eingeladen. Bianka Witzel und Patrick Dralle informierten diese über Neurungen in der Krankenversicherung, Pflegeleistungen, Betreuungsrechte oder Änderungen aus dem Bereich Rentenversicherung und Reha. Referent Carsten Keyser aus dem KBS-Selbstverwaltungsreferat in Bochum berichtete über den digitalen Wandel, der den Weg vorzeichnet, künftig sämtliche Anträge elektronisch zu erfassen. Aus dem eigenen Kreis wurden Christine Schlauch aus Gera und Heinrich Reinmüller aus Friedewald zu Sprecherin und Sprecher gekürt. Sie bündeln künftig Anfragen und Anregungen aus dem Kreis der Versichertenberater und helfen bei der Planung und Koordinierung von Schulungen.

Das Amt der Versichertenberater ist ein über Jahrhunderte gewachsenes Ehrenamt. In der Tradition der Knappschaft als älteste Sozialversicherung der Welt waren es die Knappschaftsältesten, Bergmänner, die in bestimmten Revieren in Angelegenheiten der Rentenversicherung und der Knappschaftskasse informierten. Sie entschieden über die Verteilung des in Büchsenkassen gesammelten Geldes an kranke oder bedürftige Knappschaftsmitglieder und vertraten die Knappschaft gegenüber den Bergwerksbesitzern, waren also so etwas wie die Gewerkschafter des Mittelalters, ist der Historie zu entnehmen. Fachkenntnis, Zuverlässigkeit, Einfühlungsvermögen und Flexibilität zeichnen auch jene aus, die als Versichertensprecher bis 2005 im Dienste der ehemaligen Bahnversicherungsanstalt unterwegs waren.

Christine Schlauch und Heinrich Reinmüller BildVergroessern

830 Versichertenberater im Einsatz

Aktuell sind 830 ehrenamtliche Versichertenberater und Versichertenberaterinnen bundesweit für die KBS im Einsatz. Sie stehen bei Rentenanträgen, Anträgen zur Pflegeversicherung, Fragen zur Krankenversicherung, Kuranträgen, Kontenklärung oder Versicherungsverläufen beratend zur Seite.

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