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„Es war ein­mal … MÄR­CHEN UND DE­MENZ“: Auf­takt für Prä­ven­ti­ons­pro­jekt in Sach­sen

Dresden, 17. November 2020 - Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung startet offiziell das Präventionsprojekt „Es war einmal … MÄRCHEN UND DEMENZ“ in 25 sächsischen Pflegeeinrichtungen. Die AOK PLUS, KNAPPSCHAFT und IKK classic fördern diese neue Präventionsmaßnahme gemeinschaftlich unter dem Dach der Landesrahmenvereinbarung. Sie setzen damit das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention im Freistaat Sachsen um. Die Informationsstelle zur Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen begleitet dieses Projekt aktiv.

Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, unterstreicht: „Ich freue mich sehr, dass nun auch in Sachsen demenzerkrankte Menschen mithilfe dieses Präventionsprojektes die Chance auf mehr Lebensqualität erhalten. Und dies besonders im ländlichen Raum und besonders jetzt. Ich danke allen für ihr unermüdliches Engagement vor allem für Menschen, die mit zu den vulnerabelsten Gruppen in unserer Gesellschaft zählen.“

„Unser Projekt ‚Es war einmal … MÄRCHEN UND DEMENZ‘ wird die psychische Gesundheit und die Lebensqualität der Bewohner*innen in den teilnehmenden stationären Pflegeeinrichtungen stärken und dadurch den Pflegealltag der Mitarbeiter*innen positiv entlasten. Im Fokus steht die Stärkung kognitiver Fähigkeiten und die Verbesserung der psychischen Gesundheit. Besonders in diesen Zeiten sind zusätzliche Angebote ein Muss“, betont Johann Große, Projektkoordinator von MÄRCHEN UND DEMENZ. „Das Gemeinschaftserlebnis beim Märchenerzählen kann auch dabei helfen, herausforderndes Verhalten von Bewohner*innen mit Demenz zu reduzieren. Das wiederum wirkt sich förderlich auf das Arbeitsklima und andere Aufgaben im Alltag der Pflegekräfte aus. Und das ist wichtig, gerade jetzt,“ so Große weiter.

Eine zum Projekt zugehörige Evaluationsstudie vom BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) konnte positive Wirkungen auf Menschen mit Demenz nachweisen, allein durch zusätzliches Märchenerzählen. Regelmäßiges Erzählen von Märchen aktiviert u. a. das Langzeitgedächtnis, was wiederum einen positiven Einfluss auf die Stimmung des Demenzerkrankten hat.

Zu Beginn des Projekts übernehmen professionelle Märchenerzähler*innen die regelmäßig stattfindenden Märchenstunden in der jeweiligen Einrichtung. Unter Einsatz von thematisch abgestimmten Arbeitsmaterialien werden die Erzählungen der Gebrüder Grimm für die Teilnehmer*innen erlebbar gemacht, z. B. durch Ratespiele oder kleine Theateraufführungen. Zusätzlich wird das Pflege- und Betreuungspersonal als Märchenvorleser*innen geschult, wodurch eine langjährige Weiterführung in der jeweiligen Einrichtung gewährleistet ist. Für die momentan schwierigen Zeiten im Umgang mit dem Corona-Virus wurde eine digitale Variante entwickelt. Je nach weiterer Entwicklung finden dann einige Projektteile online statt. Mehr auf www.p-sachsen.de.

„Das Projekt bietet den beteiligten Einrichtungen die gute Gelegenheit, einen neuen Weg für die Alltagsgestaltung mit dementen Bewohner*innen auszuprobieren. Ich denke, auch die Pflegekräfte können sich dabei neue Impulse für die tägliche Arbeit mitnehmen“, ist Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen und derzeitiger Vorsitzender der Liga der Wohlfahrtspflege in Sachsen als Vertreter der teilnehmenden Pflegeeinrichtungen überzeugt.

Kooperationspartner des Projektes „Es war einmal … MÄRCHEN UND DEMENZ“ ist Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur gGmbH. Informationen rund um das Projekt finden Sie auf www.maerchenunddemenz.de.


Hintergrundinformation
Die Informationsstelle zur Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen berät im Hinblick auf die Lebenswelt stationäre Pflegeeinrichtung, unterstützt den strukturellen Ausbau von Gesundheitsförderung und Prävention in der Lebenswelt und fördert den Aufbau eines sachsenweiten Netzwerks.

Weiterführende Infos unter www.p-sachsen.de/wie-p-sachsen-agiert/lebenswelt-stationaere-pflegeeinrichtung

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