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KNAPP­SCHAFT bie­tet Ze­cken­schutz­imp­fung für al­le Ver­si­cher­ten an

4. März 2021 - Mit dem Landkreis Mittelsachsen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) ein neues Zecken-Risikogebiet in Sachsen ausgewiesen. Deutschlandweit wurde 2020 mit 704 FSME-Infektionen die höchste Zahl an Erkrankungen seit Datenerfassung im Jahr 2001 gemeldet. 31 davon registrierte das RKI in Sachsen.

Sie lauern in Wäldern, an Waldrändern, im Gebüsch und sogar auf Grashalmspitzen angrenzender Wiesen: Zecken überstehen den Frost schadlos. Die Blutsauger werden mit steigenden Temperaturen unverschämt anhänglich und übertragen teils schwerwiegende Krankheiten: die Borreliose und - schwerpunktmäßig in Süddeutschland - die als Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) bezeichnete Hirnhautentzündung.

Damit zählt Sachsen nun insgesamt acht Risikogebiete: die Landkreise Bautzen, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Zwickau, den Erzgebirgskreis und Vogtlandkreis, den Stadtkreis Dresden sowie der neuerlich hinzugekommene Landkreis Mittelsachsen.

Sprunghafter Anstieg

Im Jahr 2020 stieg die Zahl der FSME-Fälle in Deutschland um 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich über den bisherigen Rekordwert von 583 im Jahr 2018. Die meisten Übertragungen gibt es zwischen Mai und Oktober. Trotz der Impfempfehlung für Risikogebiete waren im zurückliegenden Jahr 98 Prozent der Betroffenen nicht oder unzureichend geimpft, meldet das RKI. Gefährdet und häufiger von schweren Verläufen betroffen sind Personen im Alter von über 60. Bei einem Drittel der FSME-Fälle drohen nicht nur Fieber mit grippeähnlichen Symptomen. FSME kann die Hirnhäute befallen, in schweren Fällen auch Gehirn und Rückenmark.

KNAPPSCHAFT übernimmt Impfkosten generell

Ein ausreichender Impfschutz ist wichtig, denn FSME kann nur begrenzt behandelt werden. Die KNAPPSCHAFT hat auf die fortschreitende Ausdehnung der Zeckenrisikogebiete in Deutschland reagiert und bietet ihren Versicherten bundesweit die Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) an. Unabhängig davon, ob sie in einem Risikogebiet wohnen oder sich dort für längere Zeit, etwa für einen Urlaub, aufhalten.

Tipps gegen Zeckenbisse

  • Schutz bietet geschlossene Kleidung, lange Hosen und langärmelige Shirts. Auf heller Kleidung fallen die Krabbeltiere schneller auf.
  • Direkt nach dem Ausflug in der freien Natur sorgfältig schauen, ob sich irgendwo am Körper eine Zecke festgesetzt hat.
  • Gerade bei Borreliose ist das frühzeitige Entfernen der Zecken wichtig. Blutsauger mit Borrelien übertragen die Bakterien erst mit einer Verzögerung von zwölf bis 24 Stunden.