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Li­ve­stream zum Ju­bi­lä­um "30 Jah­re KNAPP­SCHAFT in Sach­sen"

30 Jahre KNAPPSCHAFT in Sachsen

Chemnitz, 20. Januar 2021 - Vor 30 Jahren wurde die damalige Bundesknappschaft Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung in Sachsen, ein Jahr später folgte die Rentenversicherung. Hinzu kam der Neubau der Rehaklinik in Warmbad-Wolkenstein. Gründe genug, für Ministerpräsident Michael Kretschmer, Diana Lohmann, der Geschäftsführerin der DRK-Krankenhäuser Chemnitz-Rabenstein und Lichtenstein, und der Führungsebene der heutigen Knappschaft-Bahn-See das Jubiläum zu feiern und Bilanz zu ziehen. Da coronabedingt eine Festveranstaltung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist, diskutierte die Runde eine Stunde lang live im Internet zum Thema "KNAPPSCHAFT digital - vom Erfinder der Sozialversicherung hin zur modernen Verwaltung."

Hier geht´s zum Mitschnitt des Livestreams.

Der Ministerpräsident des Freistaates, Michael Kretschmer, verwies auf die lange Tradition der ehemals bergbaulichen Sozialversicherung. Die KNAPPSCHAFT sei die älteste Sozialversicherung der Welt und Ausdruck gelebter Solidarität. Diese Solidarität habe die wechselvolle deutsche Geschichte und die weltweite Entwicklung überdauert. „Das solidarische Denken und Handeln der Bergleute und vieler anderer Berufsgruppen ist die Voraussetzung dafür, dass unser Sozialstaat entstehen konnte und bis heute auch tragfähig ist“, so der Ministerpräsident. „Freiheit ist ohne Solidarität nicht denkbar.“ Er erinnerte an die historische Aufgabe der Integration von 540.000 Versicherten 1991 in die damalige Bundesknappschaft, die man mit Bravour gemeistert habe.

Bettina am Orde, Vorsitzende der Geschäftsführung der Knappschaft-Bahn-See (KBS), zeigte beispielhaft, welcher Weg zurückgelegt wurde von der Gründung zu den heutigen Ansprüchen an eine Sozialversicherung. Dies betreffe aktuell vor allem die Digitalisierung: „Die Versicherten profitieren und nutzen unsere digitalen Angebote: Das Hochladen von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, das Beantragen von Kinderkrankengeld oder auch die Änderung persönlicher Daten können unsere Kunden über das Onlineportal der KNAPPSCHAFT bequem und sicher von zu Hause erledigen. Wir passen dazu für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere technischen Rahmenbedingungen konsequent an. Das führte und führt zu einem Sprung in der digitalen Gewandtheit unserer Beschäftigten und schafft gleichzeitig Vertrauen in den Umgang mit digitalen Medien und Prozessen. Und deshalb bin ich überzeugt, dass die Chancen der Digitalisierung jede Befürchtung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überwiegen.“

Der Leiter der Regionaldirektion in Chemnitz, Thorsten Zöfeld, ging vor allem auf die wirtschaftliche Bedeutung der Knappschaft-Bahn-See in Sachsen ein und ergänzte: „Die Knappschaft-Bahn-See ist ein wichtiger Arbeitgeber für die Region. Wir haben hier in Sachsen 621 Beschäftigte, dazu zählen derzeit auch 17 Auszubildende. Zu uns gehören auch rund 57 ehrenamtliche Versichertenberaterinnen und -berater. Jeden Monat zahlen wir im Freistaat 174.000 Renten aus und bearbeiten jährlich etwa 10.000 Rentenanträge und weitere 10.000 Anträge auf Rehabilitation. Insgesamt werden über uns für sächsische Versicherte und an Leistungserbringer stolze 2,6 Milliarden Euro ausgezahlt, die in den volkswirtschaftlichen Kreislauf Sachsens fließen.“

Da passte es ins Bild, dass eine Leistungserbringerin die Diskussionsrunde vervollständigte: Diana Lohmann, Geschäftsführerin der DRK-Krankenhäuser Chemnitz-Rabenstein und Lichtenstein. Sie erläuterte die Teilnahme an einem der digitalen Pilotprojekte der KNAPPSCHAFT, der elektronischen Behandlungsinformation, kurz eBI. Die eBI sorgt dafür, dass Kliniken – nach Zustimmung des Versicherten – Zugriff auf bestimmte aufbereitete Abrechnungsdaten bekommen. Zum Beispiel gehört dazu die Information, ob bei einem Patienten Pflegebedürftigkeit vorliegt und falls ja, in welchem Grad, welche Medikamente verordnet wurden, welche Ärzte in die bisherige Behandlung eingebunden waren und wie oft und wann der Patient wegen welcher Diagnose im Krankenhaus war: „Zum Anamnesegespräch auf der Station liegen dem Arzt damit alle relevanten Informationen, wie zum Beispiel die aktuelle Medikation des Patienten, eine Aufstellung aller vorliegenden Diagnosen sowie die Übersicht über bereits verordnete Heil- und Hilfsmittel vor“, erläuterte Diana Lohmann. Auch das Entlassmanagement werde durch die elektronische Behandlungsinformation vereinfacht, verkürzt und noch gezielter auf die individuellen Patientenbedürfnisse ausgerichtet.

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