So schützt Du Dich und Dei­ne Mit­menschen

Alle Fragen und Antworten rund um das Thema Coronavirus und Ihre Krankenversicherung finden Sie hier:

Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe: KNAPP­SCHAFT un­ter­stützt Be­trof­fe­ne durch Bei­trags­stun­dun­gen

23. Juli 2021

Durch die verheerenden Hochwasserschäden in verschieden Gebieten Deutschlands sind viele Sachschäden entstanden. Existenzen sind dadurch bedroht, - oder schlimmer - vernichtet worden und der Verlust von Menschenleben ist zu beklagen.

Die KNAPPSCHAFT lässt die Betroffenen in dieser schlimmen Zeit nicht alleine. Arbeitgeber, die durch diese Katastrophe ihre Beiträge an die KNAPPSCHAFT aktuell nicht entrichten können, wird im Rahmen von Beitragsstundungen unbürokratisch und schnell Hilfe angeboten. Das bedeutet, dass Betroffene ihre Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt entrichten können.

Am schnellsten, fast ohne Zeitaufwand, kann die Beitragsstundung online über unser Kontaktformular kbs.de/firmenkontakt online beantragt werden. Darüber hinaus stehen den Arbeitgebern unsere Mitarbeiter unter der bekannten Telefonnummer 03 55 / 2 90 27 07 99  gerne zur Verfügung.

Wech­sel von der Ein­zugs­stel­le KNAPP­SCHAFT zur Mi­ni­job-Zen­tra­le und um­ge­kehrt

Ein Wechsel der Einzugsstelle ist durch den Arbeitgeber im Meldeverfahren mit den Meldegründen 31 (Abmeldung wegen Krankenkassenwechsel) und 11 (Anmeldung wegen Krankenkassenwechsel) anzuzeigen.

In diesem Zusammenhang bitten wir zu beachten, dass die Krankenkassennummer / Einzugsstellennummer 980 0000 6 sowohl für die KNAPPSCHAFT als auch für die Minijob-Zentrale gilt. Gleichwohl ist ein Wechsel von der Einzugsstelle KNAPPSCHAFT zur Minijob-Zentrale und umgekehrt, wie oben beschrieben, mit den Meldegründen 31 (Abmeldung wegen Krankenkassenwechsel) und 11 (Anmeldung wegen Krankenkassenwechsel) zu melden.

Min­dest­lohn steigt zum 1. Ju­li

30. Juni 2021

Zum 1. Juli 2021 steigt der Mindestlohn nach dem Mindestlohngesetz. Von derzeit 9,50 Euro wird er auf 9,60 Euro pro Stunde angehoben.

Die aktuelle Anhebung ist Teil einer stufenweisen Steigerung des Mindestlohns bis Juli 2022. Lesen Sie mehr unter -> Mindestlohn steigt stufenweise bis Juli 2022

Wichtig für Minijob-Arbeitgeber: Verdienstgrenze prüfen

Auch für Minijobber im gewerblichen wie im privaten Bereich gilt grundsätzlich der Mindestlohn. Arbeitgeber müssen daher prüfen, ob zum 1. Juli 2021 eine Erhöhung des Arbeitsentgelts erforderlich ist.

Wird durch die gegebenenfalls vorzunehmende Erhöhung die Minijob-Grenze von 450 Euro überschritten, liegt kein Minijob, sondern eine Beschäftigung im Übergangsbereich (ein sogenannter Midijob) vor. Diese ist nicht bei der Minijob-Zentrale, sondern bei der Krankenkasse des Arbeitnehmers anzumelden.

Wenn diese Arbeitnehmer weiterhin als Minijobber beschäftigt werden sollen, muss die monatliche Arbeitszeit entsprechend reduziert werden.

Bei einem Mindestlohn von 9,60 Euro pro Stunde liegt die mögliche monatliche Arbeitszeit bei etwa 46 Stunden (450 Euro im Monat / 9,60 Euro die Stunde = 46,875 Stunden). Bei dieser Berechnung wird davon ausgegangen, dass der Minijobber keine Einmalzahlungen erhält und lediglich die Arbeitsstunden vom Arbeitgeber vergütet werden.

Mehr zum Thema

Ausführliche Informationen rund um das Thema Mindestlohn finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Für konkrete Fragen zum Mindestlohn, hat das BMAS eine Mindestlohn-Hotline unter 030/ 60 28 00 28 eingerichtet.

Auch auf den Webseiten der Mindestlohnkommission und beim Zoll gibt es viele hilfreiche Infos für Arbeitnehmer und Arbeitgeber rund um den Mindestlohn.

 

 

Co­ro­na: KNAPP­SCHAFT un­ter­stützt Ar­beit­ge­ber durch Stun­dung

20. November 2020
(zuletzt aktualisiert am 21. Juni 2021)

Mussten Arbeitgeber wegen der Corona-Krise ihr Unternehmen schließen und sind nicht in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, können sie bei der KNAPPSCHAFT einen Antrag auf Zahlungsaufschub bzw. Stundung der Beiträge stellen.

Voraussetzung für die Gewährung einer Stundungsvereinbarung ist, dass Arbeitgeber alle zur Verfügung stehenden wirtschaftlichen Hilfen beantragt haben. Eine Sicherheitsleistung seitens der Arbeitgeber ist nicht notwendig. Auch Stundungszinsen werden von der KNAPPSCHAFT nicht erhoben. Eine Stundung der Beiträge kann im vereinfachten Verfahren bis einschließlich dem Beitragsmonat Juni 2021 vom Arbeitgeber beantragt werden.

Auch bereits bestehende Vereinbarungen über Ratenzahlungen aus den vergangenen Monaten, die aufgrund fehlender Liquidität nicht oder nicht vollständig erfüllt werden konnten, können an die aktuelle Situation angepasst werden.

So beantragen Arbeitgeber die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge

Die Stundung des Gesamtsozialversicherungsbeitrags für die Beschäftigungsmonate bis Juni 2021 erfolgt im vereinfachten Verfahren mittels eines einheitlich gestalteten Antragsformulars.

Arbeitgeber die sowohl versicherungspflichtige Arbeitnehmer, die Mitgliedglied der KNAPPSCHAFT sind, als auch Minijobber beschäftigten, müssen das Antragsformular (GSV) nur ein Mal ausfüllen.

Den entsprechenden Antrag finden Sie hier: Stundungsantrag (PDF, 158KB). Der Antrag auf Stundung kann heruntergeladen und online ausgefüllt werden. Eine handschriftliche Unterschrift ist nicht erforderlich.

Kontaktmöglichkeiten

Den Antrag können Sie

  • unter der Faxnummer 0201 384-979797 an uns übermitteln oder
  • direkt an Ihrem PC ausfüllen, speichern und uns - auch ohne handschriftliche Unterschrift - über unser Kontaktformular mittels verschlüsselter Datenübertragung zuleiten oder
  • auf dem Postweg übersenden. Benutzen Sie bitte die Anschrift KNAPPSCHAFT, 45115 Essen.

Mehr Infos

Än­de­run­gen bei kurz­fris­ti­gen Be­schäf­ti­gun­gen

1. Juni 2021

3 Monate oder 70 Arbeitstage

Das BSG hat mit Urteil vom 24. November 2020 entschieden, dass die Zeitgrenze von drei Monaten und die Zeitgrenze von 70 Arbeitstagen gleichwertige Alternativen zur Begründung einer kurzfristigen Beschäftigung sind. Eine Anwendung der jeweiligen Zeitgrenze in Abhängigkeit von der Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage erfolgt nicht.

Demzufolge sind die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung bei einer im Voraus befristeten und an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübten Beschäftigung auch dann erfüllt, wenn diese im Laufe des Kalenderjahres zwar auf mehr als drei Monate im Voraus nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, jedoch an nicht mehr als 70 Arbeitstagen ausgeübt wird. Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung werden die Geringfügigkeits-Richtlinien in diesem Zusammenhang zeitnah anpassen.

Vorübergehende Erhöhung der Zeitgrenzen

Um dem Problem fehlender Arbeitskräfte entgegenzuwirken, wurden die oben genannten Zeitgrenzen für kurzfristige Beschäftigungen vorübergehend angehoben. Für eine Übergangszeit gelten für Beschäftigungszeiträume vom 1. März 2021 bis 31. Oktober 2021 die Zeitgrenzen von vier Monaten oder 102 Arbeitstagen (statt von 3 Monaten oder 70 Arbeitstagen). Diese Übergangsregelung trat am 1. Juni 2021 in Kraft.

Bestandsschutzregelung für bestehende Beschäftigungen

Für Beschäftigungen, die bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Juni 2021 bestanden und zu diesem Zeitpunkt nicht die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung erfüllt haben, wurde eine Bestandsschutzregelung geschaffen. Für sie gilt die Zeitdauer von vier Monaten bzw. 102 Arbeitstagen nicht. Dadurch ergeben sich für bereits bestehende Beschäftigungen, die aufgrund der bis zum 31. Mai 2021 geltenden Regelung nicht kurzfristig waren, rückwirkend ab 1. März 2021 keine versicherungs-, beitrags- und melderechtlichen Änderungen.

Prüfung unvorhersehbares Überschreiten bei 450-Euro-Minijobs

Analog zur Änderung bei der kurzfristigen Beschäftigung gilt die geänderte Zeitgrenze von vier Monaten anstelle von drei Monaten ebenfalls für ein vorübergehendes unvorhersehbares Überschreiten der Entgeltgrenze bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen.

Mehr Infos und Beispiele

Weitere Informationen sowie Beispiele finden Sie in der >> gemeinsamen Verlautbarung der Spitzenorganisationen vom 31. Mai 2021

Änderungen ab 2022

Ab dem 1. Januar 2022 ergeben sich weitere Änderungen bei den kurzfristigen Beschäftigungen:

  • In der Meldung für den kurzfristigen Minijob ist vom Arbeitgeber anzugeben, wie die Aushilfe für die Dauer der Beschäftigung krankenversichert ist. Wie genau die Angabe der Art der Krankenversicherung bei der Meldung zur Minijob-Zentrale ausgestaltet sein wird, werden die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung zu gegebener Zeit in den Gemeinsamen Grundsätzen zum Meldeverfahren festlegen.

  • Arbeitgeber, die einen kurzfristigen Minijobber melden, sollen eine unverzügliche Rückmeldung von der Minijob-Zentrale erhalten, ob zum Zeitpunkt der Anmeldung der Aushilfe weitere kurzfristige Beschäftigungen bestehen oder im laufenden Kalenderjahr bestanden haben. Diese Rückmeldung erfolgt auf elektronischem Weg in Form eines Datensatzes. Auch dazu werden sich die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung noch abstimmen.

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