Modellprojekt MeKi hilft medienabhängigen Jugendlichen
Spezialisierte Reha-Maßnahme eröffnet neue Perspektiven
Digitale Medien sind heute ein fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen, bergen aber auch Risiken. Die tagtägliche intensive Nutzung digitaler Angebote kann suchtähnliche Symptome erzeugen und junge Menschen sozial isolieren, familiäre und schulische Probleme hervorrufen. Hier setzt das Modellprojekt MeKi aus dem Förderprogramm rehapro des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit einem stationären Reha-Programm an. Dieses wird durch die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) durchgeführt.
Bochum, 06.07.2026
Das Projekt MeKi wurde entwickelt, um 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit exzessivem Medienkonsum im Rahmen einer spezialisierten Reha-Maßnahme zu unterstützen. Bisher gibt es in der Regelversorgung noch keine stationären Angebote, die auf die Behandlung von Medienabhängigkeit bei Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind. Gleichzeitig steigt der Bedarf an entsprechenden Unterstützungsangeboten, da immer mehr Eltern Hilfe im Umgang mit dem problematischen Medienkonsum ihrer Kinder suchen.
Im Rahmen einer sechswöchigen Reha in der Klinik Schönsicht in Berchtesgaden lernen die Jugendlichen in Einzel- und Gruppengesprächen, wie sie ihre Emotionen besser verstehen und unabhängig von digitalen Kanälen ausdrücken sowie regulieren können.
Zudem gibt es zahlreiche Angebote, die den Jugendlichen Alternativen zur Nutzung digitaler Kanäle aufzeigen – zum Beispiel kreative Tätigkeiten oder Bewegungsangebote. Im Rahmen der tiergestützten Therapie lernen die Kinder ihre Sinne zu erleben, Verantwortung zu übernehmen und Selbstwirksamkeit zu erfahren.
Nach dem stationären Aufenthalt hilft eine sechsmonatige Nachsorge in Form von Videogesprächen, das Erreichte zu stabilisieren. Alle sechs Wochen startet ein neuer Reha-Durchgang mit acht Teilnehmenden, die gemeinsam lernen, wie sie einen gesunden Umgang mit digitalen Medien entwickeln können.
Weitere Informationen sowie Antragsunterlagen finden Sie auf der Homepage des Projekts: Medienabhängigkeit - Klinik Schönsicht in Berchtesgaden
Zur Knappschaft-Bahn-See:
Mit ihrem einzigartigen Verbund aus gesetzlicher Rentenversicherung, Renten-Zusatzversicherung, Arbeitgeberversicherung und der Kranken- und Pflegeversicherung KNAPPSCHAFT mit einem eigenen medizinischen Kompetenznetz nimmt die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) in der Sozialversicherung einen besonderen Platz ein. Darüber hinaus werden alle geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse durch die Minijob-Zentrale unter dem Dach der KBS betreut. Zum Verbund gehören weiterhin unter anderem die Künstlersozialkasse, die Seemannskasse und die Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Daneben übernimmt die KBS mit der Überwachungsstelle für die Barrierefreiheit von Informationstechnik und der Fachstelle für Fördermittel des Bundes weitere Aufgaben im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Weitere Informationen unter www.kbs.de
Kontakt:
Sandra Antoni
Pressesprecherin
Deutsche Rentenversicherung
Knappschaft-Bahn-See
Pieperstr. 14-28 44789
Tel. 0234 304-85200
sandra.antoni@kbs.de
www.kbs.de