Knapp­schafts-Cup hilft im Vi­tos-Pfle­ge­zen­trum

Die Besten beim 7. Knappschafts-Cup BildVergroessern

Abseits des Fußballplatzes ist jetzt die Prämie des 7. Knappschaftscups ausbezahlt worden. 1000 Euro fließen an den Förderverein des Vitos- Pflegezentrums.

Der Siegerpokal des 7. Knappschafts-Cups wanderte ins Ruhrgebiet. Die U-10 des FC Schalke 04 triumphierte im finalen Revierklassiker über Borussia Dortmund. Für die regionalen Jugendteams waren die Duelle mehr als eine respektvolle Begegnung mit hochtalentiertem Bundesliga-Nachwuchs. Den dritten Platz sicherte sich der FC Schöffengrund, der im Turnierverlauf kein Spiel verlor.

Der Reinerlös des hochkarätigen Fußballturniers bleibt stets in der Region. Diesmal hilft er dort, wo Menschen ein Leben lang unter den Folgen von schweren Erkrankungen oder Unfällen leiden: im Vitos-Pflegezentrum Weilmünster, einer vollstationären neurologischen Nachsorgeeinrichtung der Rehabilitation.

„Der Knappschafts-Cup kennt  immer zwei Sieger“, erklärt Heiko Selinger von der Knappschaft in Weilburg, der das Fußballnachwuchsturnier als Organisator und Jugendtrainer über Jahre begleitet und zu einem Treffpunkt der Nachwuchselite entwickelt hat. Zuletzt spielten in Laubuseschbach vor 400 Zuschauern etliche U-10-Bundesliga-Teams, darunter neben Schalke und Dortmund auch RB Leipzig, Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf, dazu auch Darmstadt 98 und Kickers Offenbach gegen regionale Jugendauswahlen. „Die Unterbringung von Teams und Betreuern war diesmal eine Herausforderung“, so Selinger, „die Spiele gegen den Bundesliga-Nachwuchs für die heimischen Mannschaften eine besondere Herausforderung und ein Erlebnis“. Landrat und Schirmherr Michael Köberle würdigte das Turnier als sportliches Ereignis für die Region und lobte das soziale Engagement.

Symbolische Spendenübergabe des Knappschafts-Cup-Erlöses Symbolische Spendenübergabe des Knappschafts-Cup-ErlösesBildVergroessern

„Das Turnier hat sich über die Jahre zu einem sportlichen Aushängeschild für die Region entwickelt und erfüllt zugleich  gesellschaftlich eine Vorbildfunktion“, unterstreicht Claudia May, Regionaldirektionsleiterin der Knappschaft-Bahn-See (KBS) in Frankfurt, beim Besuch der Pflegeeinrichtung in Weilmünster. Fußball fördere Bewegung und Teamgeist. Wenn dabei noch ein guter Zweck erfüllt werde, sei dies „eine rundum tolle Sache.“

Anlässlich der symbolischen Scheckübergabe bedankte sich Frank Harenburg im Namen des Fördervereins für die Spende. Der Vorstandsvorsitzende lobte die  Organisation des Benefiz-Turniers und staunte als Besucher über das fußballerische Niveau des Jugendturniers.

Der Erlös hilft dem Förderverein, die Qualität im Bereich der Tagesstrukturen und das Gemeinschaftsempfinden im Vitos-Pflegezentrum zu erhöhen. „Mit dem Geld haben wir ein großes TV-Gerät mit Soundbar im Gemeinschaftsraum finanziert“, berichtet Pflegeleiter Klaus Günther.

Im Vitos Pflegezentrum werden in sieben Doppel- und 20 Einzelzimmern Bewohner mit schweren neurologischen Beeinträchtigungen betreut. Die Bewohner leiden nach Schlaganfällen oder Hirnblutungen sowie Hirndegenerativen Erkrankungen unter bleibenden, schweren Funktionsstörungen und Mehrfachbehinderungen. 

Als Ausrichter des Turniers stifteten die JSG Hintertaunus und die Krankenkasse KNAPPSCHAFT schon mehrere tausend Euro für soziale Einrichtungen und Projekte in der Region. In Weilmünster profitierten neben dem Vitos-Pflegezentrum  bereits der Förderverein der Grundschule in Laubuseschbach sowie das Kinderheim des gemeinnützigen Jugendhilfeträgers „Phönix“ vom Reinerlös des Knappschafts-Cups. „Solidarität und soziales Engagement  sind  Kerngedanke des Knappschaftswesens“, betont Claudia May. Auch in der Region lässt sich die Tradition lange zurückverfolgen. Schon 1751 ist eine Stiftung belegt, die den Bau einer Grundschule für die Kinder der Grubenbelegschaft von Mehlbach bei Weilmünster finanzierte und Arme mit Geld unterstützte.     

Szene aus Schalke gegen Hirschhausen/Drommershausen/Bermbach BildVergroessern

Den höchsten Sieg feierte Frankfurt gegen die JSG Hintertaunus. BildVergroessern

Dicke Luft vor dem Offenbacher Tor. BildVergroessern

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