Gesundheitsstärkung von Kindern und Jugendlichen
Der Pakt für Gesundheit in Hessen hat sich die Stärkung der Kinder- und Jugendgesundheit im Land zum Ziel gesetzt. Anfang November ist dazu im Frankfurter Universitätsklinikum ein Aktionsplan beraten worden. „Dieser betrachtet die Kinder- und Jugendmedizin erstmals systematisch in ihrer Gesamtheit – von der Geburt bis ins Jugendalter, von der Prävention über die Arzneimittel- und Akutversorgung bis hin zur psychosozialen Gesundheit, auch unter Einbeziehung der Versorgungsforschung“, unterstreicht Gesundheitsministerin Diana Stolz.
Gesundes Aufwachsen umfasse mehr als die medizinische Versorgung, darunter auch Ernährungs- und Bewegungsförderung. Diese Themen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 vertieft erörtert werden, ergänzt Stolz (CDU). Der Aktionsplans „Netzwerk Kinder- und Jugendmedizin – Gesund aufwachsen in Hessen“ liefert den Impuls, sich mit konkreten Versorgungsfragen zu beschäftigen. Die Bestrebungen werden von der KNAPPSCHAFT als Netzwerkpartner unterstützt. Als Beispielhaft und vorbildlich stellte Kinderarzt Dr. Burkhard Voigt eine kinderärztliche Videosprachstunde vor, seit Oktober ein Regelangebot, das, einzigartig in der Republik, auch im Homeoffice angeboten werden könnne.
Der im Sommer 2024 initiierte "Pakt für Gesundheit" hat sich im Februar 2025 bereits auf Schritte zur Gewinnung von Fachkräften für das Gesundheitswesen verständigt. Mit einer Kooperation zwischen dem Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) und dem Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) werden neue und effizientere Wege beschritten.
Gewinnung ausländischer Fachkräfte
Zentrales Thema ist die Gewinnung ausländischer Fachkräfte und die damit verknüpfte Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. Das PQZ Hessen wird in enger Zusammenarbeit mit dem HLfGP eingereichte Unterlagen vorab prüfen, um den komplizierten Anerkennungsprozess zu beschleunigen. Darüber hinaus hat das PQZ eine Hotline für Erstantragssteller akademischer Heilberufe mit ausländischem Abschluss eingerichtet. Auch ist geplant, Fortbildungsveranstaltungen für die Personalstellen von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen anzubieten, damit von Anfang an die Qualität und Vollständigkeit der Antragsunterlagen im Gesamtprozess angehoben wird.
Das PQZ Hessen begleitet hessische Arbeitgeber aus den Bereichen Pflege und Gesundheit sowie ausländische Pflege- und Gesundheitsfachkräfte in einem ganzheitlichen Prozess von der Anwerbung über die Beschäftigung und Anerkennung bis hin zur Integration der Fachkräfte. In einem Arbeitsgremium wollen die Pakt-Partner die Fachkräftesicherung vorantreiben. Neben der Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen sollen vordringlich die Entbürokratisierung, die Fachkräftesicherung in der Kranken- und Altenpflege sowie die Fachkräftesicherung in der Ärzteschaft als Schlüsselbereiche in den Blick genommen werden.
„Fachkräfte im medizinischen, pflegerischen, pharmazeutischen und therapeutischen Bereich sind die Grundpfeiler für eine funktionierende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung", so Gesundheitsministerin Stolz.
Paktpartner sind die Hessische Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, die Landesärztekammer, der Hausärzteverband, der Verband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, die Psychotherapeutenkammer Hessen, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, die Landeszahnärztekammer Hessen, die Kassenzahnärztliche Vereinigung, die Landesapothekerkammer Hessen, der Hessische Apothekerverband, die AOK Hessen, die Barmer, die Techniker Krankenkasse, der Verband der Ersatzkassen, die IKK classic, der BKK Landesverband Süd, die KNAPPSCHAFT, die DAK Gesundheit, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege, die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung sowie die Kommunalen Spitzenverbände der Hessische Landkreistag, der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund.
Pakt für Gesundheit Hessen: Fachkraeftebeschluss (PDF, 111KB)