10 Jah­re Pfle­ge­stütz­punk­te in der Lau­sitz

„Ich kann nicht mehr“ ist der Satz, der am häufigsten in den Räumen der Pflegestützpunkte fällt.
Und so sind die Pflegestützpunkte in Forst, Cottbus und Senftenberg Anlaufstelle für Menschen, die zuerst einmal Trost und emotionale Unterstützung brauchen. Die Mitarbeiterinnen sind gute Zuhörer, Taschentuchverteiler, Mitfühlende, Stilleaushaltende - bevor sie beraten und die vielseitigen Möglichkeiten in der Pflege erläutern.
Die Zahl der Menschen, die Pflegestützpunkte in der Region aufsuchten, hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdreifacht. In den Anfangsjahren stand dabei der Pflegebedürftige im Vordergrund. Angehörige erkundigten sich, wie man Anträge richtig ausfüllt, Bescheide zu verstehen sind und was eine Vorsorgevollmacht bedeutet. In den letzten Jahren rückten die Angehörigen selbst zunehmend in den Mittelpunkt der Beratung. Wie können sich pflegende Angehörige vor Überlastung und Erschöpfung schützen? Wie können sie besser Prioritäten setzen?
Die Einrichtung von Pflegestützpunkten ging aus dem Pflege- und Weiterentwicklungsgesetz hervor, das 2008 in Kraft trat. Pflegebedürftige, deren Angehörige und künftige Pflegebedürftige können sich seitdem an einer zentralen Anlaufstelle zu Angeboten in der Pflege informieren. Aus einer Hand erfahren sie hier u.a. welche pflegerischen Angebote und alternative Wohnformen Forst, Cottbus oder Senftenberg zu bieten hat, welche sozialrechtlichen Leistungen es gibt, alles zu Hilfen im Alltag, Umbaumöglichkeiten ihres Zuhauses, welche Selbsthilfeangebote bestehen. Die Beratungen sind neutral und kostenfrei und werden von kompetenten Mitarbeiterinnen der errichtungsbeauftragten Pflegekassen AOK Nordost und KNAPPSCHAFT sowie Sozialarbeiterinnen der Kommunen und Landkreise übernommen.
Pflege ist für viele Menschen ein Tabuthema, solange sie nicht selbst davon betroffen sind. Selbst dann versuchen Betroffene irgendwie noch über die Runden zu kommen und zögern lange, bevor sie sich externen Rat und Hilfe holen. Deshalb bringen sich die Pflegestützpunkte immer wieder in der Öffentlichkeit ins Gespräch und möchte auf seine Angebote aufmerksam machen.

Foto: v.l.n.r. Grit Smerda (Pflegeberaterin AOK Nordost), Petra Pfennig (Pflegeberaterin KNAPPSCHAFT), Sabine Sammet (Sozialberaterin Landkreis OSL)
Fotonachweis: Sarah Werner

Hier gehts direkt zu den Ansprechpartnern und Angeboten:

Pflegestützpunkt Forst

Pflegestützpunkt Cottbus

Pflegestützpunkt Senftenberg


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