eBI: Vorteile auf einen Blick | Knappschaft-Bahn-See

eBi: Vor­tei­le für Pa­ti­ent und Kran­ken­haus

eBI unterstützt Ärzte im Krankenhaus durch die Bereitstellung behandlungsrelevanter Informationen. Einfluss auf ärztliche Entscheidungen oder den Behandlungsprozess im Krankenhaus hat eBI jedoch nicht.

eBI gibt es für jeden Versicherten der KNAPPSCHAFT, aber nicht in jedem Krankenhaus: Voraussetzung ist ein Selektivvertrag zur Qualitätspartnerschaft mit der KNAPPSCHAFT, den diese mit ausgewählten Krankenhäusern abschließt. Dieser Vertrag ermöglicht einen geschützten und authentifizierten Zugriff auf den eBI-Webservice.

eBI bietet optimale Rahmenbedingungen für eine sichere Arzneimitteltherapie. Die KNAPPSCHAFT bewirbt eBI sowie die Qualitätspartnerschaftskrankenhäuser daher aktiv bei ihren Versicherten.

Großer Vor­teil von eBI: mehr Si­cher­heit für Ih­re Pa­ti­en­ten

Der KNAPPSCHAFT ist es wichtig, dass ihre Versicherten im Falle eines stationären Aufenthalts dort behandelt werden, wo sie eine qualitativ hochwertige Behandlung erhalten. Diese ist jedoch nur gewährleistet, wenn die Behandlung auch Maßnahmen zum Schutz vor vermeidbaren Risiken beinhaltet.

Entsprechend ihrer Aufgabe nach § 1 SGB V ist die KNAPPSCHAFT verpflichtet, mit geeigneten Maßnahmen eine adäquate Kontrolle erreichen – um die Gesundheit ihrer Versicherten zu erhalten oder deren Gesundheitszustand zu verbessern. Hierzu kooperiert die KNAPPSCHAFT mit qualifizierten Krankenhäusern und benennt und empfiehlt diese Ihren Versicherten.

Zer­ti­fi­zie­rung als Qua­li­täts­part­ner: bes­se­re Po­si­tio­nie­rung im Wett­be­werb

Als Qualitätspartnerschaftskrankenhaus der KNAPPSCHAFT können Sie das Qualitätsprädikat im Wettbewerb nutzen. Die KNAPPSCHAFT unterstützt Sie dabei aktiv.

Die KNAPPSCHAFT bietet Ihnen eine Partnerschaftsplakette für Ihr Haus sowie Informationsbroschüren für Patienten, Angehörige und Besucher. Auf Ihrer Homepage und in Informationsbroschüren dürfen Sie auf Ihren Status als Qualitätspartnerschaftskrankenhaus hinweisen.

Für Versicherte bedeutet eBI eine bessere und sicherere Behandlung, für Partnerschaftskrankenhäuser einen fallzahlrelevanten Wettbewerbsvorteil und die Möglichkeit, sich eine starke und zukunftsfähige Position zu sichern.

Si­cher­heit und Qua­li­tät mit eBI

Die Taktfrequenz im Krankenhaus wird immer höher, insbesondere in der Notaufnahme ist dies zu spüren: Weniger Personal, immer mehr ältere, multimorbide und schwer kranke Patienten. Unter diesen Bedingungen wird es zunehmend schwieriger, eine sichere und adäquate Behandlung zu gewährleisten.

Wei­te­rer Vor­teil von eBI: bes­se­res Ar­bei­ten 

Die Auf­nah­me: ein ri­si­ko­be­haf­te­ter Be­hand­lungs­schritt

Nur wenn die ambulante Arzneitherapie korrekt und vollständig erfasst ist, kann die stationäre Therapie sicher und adäquat erfolgen. Eine unzureichende Medikationsanamnese bei Krankenhausaufnahme birgt ein hohes Risiko für Schädigungen durch stationäre Behandlung.

Mehr als 25 Prozent der Medikationsfehler im Krankenhaus – und jede zweite unbeabsichtigte Veränderung der bisherigen Medikation im Entlassungsbrief – gehen auf Fehler der Medikationsanamnese zurück. Die Checkliste der Bundesärztekammer und der KBV für das ärztliche Schnittstellenmanagement betont daher die Notwendigkeit vollständiger Angaben zur Medikation bei Krankenhausaufnahme.

Häu­fig un­prä­zi­se An­ga­ben in der Auf­nah­me­si­tua­ti­on

Die Aufnahme im Krankenhaus wirkt auf Patienten oft verunsichernd und besorgniserregend. Die meisten Patienten können nur unvollständige Angaben zu ihren Erkrankungen machen. Nur 30 Prozent der Patienten mit bis zu acht Arzneimitteln und nur 10 Prozent der Patienten, die neun und mehr Arzneimittel erhalten, können vollständige Angaben zur ihrer Medikation machen. Auch die Medikationspläne des Patienten sind häufig unvollständig oder nicht aktuell. Der Einweisungsschein in das Krankenhaus enthält praktisch nie Angaben zur aktuellen Medikation.

Die Qua­li­tät der Me­di­ka­ti­ons­ana­mne­se

Bei 47 Prozent der Patienten – so eine weitere Studie – war die Medikationsanamnese bei der Aufnahme fehlerhaft, Medikamente wurden vergessen oder die bereits abgesetzte Medikation wurde fortgeführt. Eine weitere Studie zeigt dies für 54 Prozent der Patienten, wobei 39 Prozent der Fehler das Potenzial hatten, den Patienten relevant zu schädigen. Ein systematisches Review von 22 Studien mit 3.755 Patienten bestätigt die Dimension dieses Problems.

Me­di­ka­ti­ons­ana­mne­se op­ti­mie­ren

Studien zeigen, dass eine Medikationsanamnese durch Apotheker der ärztlichen qualitativ überlegen ist, wobei der Zeitaufwand 20-40 Minuten pro Patient beträgt. Dies gilt auch für Studenten der Pharmazie, die bei 67 Prozent der Patienten die ärztliche Medikationsanamnese verbessern. Bereits die Einführung eines strukturierten Prozesses kann die Qualität der Medikationsanamnese deutlich erhöhen.

Warum ist die ärztliche Medikationsanamnese bei der Aufnahme mitunter fehlerhaft? Diese Frage untersuchte eine 2012 publizierte Studie, die Ärzte
begleitete: Die Aufnahme dauerte im Schnitt 45 Minuten (8-84 Minuten) pro Patient. Davon widmete sich der Arzt aber sieben Minuten der Lösung von Problemen anderer Patienten, da er bis zu neunmal bei seiner Arbeit unterbrochen wurde. Im Durchschnitt verwendete er zwei Minuten auf die Medikationsanamnese eines Patienten (0-5 Minuten). Es ist offensichtlich, dass dies für das Erfragen aller relevanten Informationen nicht ausreichen kann.

Teil der Lösung muss daher das bessere Verfügbarmachen vorhandener Informationen zur ambulanten Medikation und zu medikationsrelevanten Patientenfaktoren sein. Die Nutzung der (bei der Krankenkasse) verfügbaren, validen und vollständigen Informationen bietet sich hier an: Eine dänische Studie belegt, dass die Medikationsanamnese profitiert, wenn Krankenkassendaten zu abgerechneten Arzneimitteln genutzt werden: 10 Prozent der eingenommenen Arzneimittel wurden nur dadurch identifiziert.

eBI-Vor­teil: In­for­ma­tio­nen über wich­ti­ge Pa­ti­en­ten­merk­ma­le

eBI macht genau das – und noch einiges mehr: Es stellt dem Krankenhausarzt Informationen über die verordneten Arzneimittel zur Verfügung. Daneben erfährt der Arzt mit eBI Diagnosen, bisherige stationäre Behandlungen inklusive der Hauptdiagnosen sowie die Kontaktdaten der ambulant behandelnden Ärzte.

Und eBI geht noch einen Schritt weiter:

Mit der elektronischen Therapiesicherheitsprüfung bietet eBI einen Risiko-Check der Medikation. Immerhin erhalten die Versicherten der KNAPPSCHAFT, die der stationären Behandlung bedürfen, mehr als doppelt so viele Arzneimittel wie der Durchschnitt aller Versicherten – und zwar von durchschnittlich acht behandelnden Ärzten. Ohne in die stationäre Behandlung einzugreifen unterstützt die KNAPPSCHAFT mit eBI zeiteffizient den Krankenhausarzt und hilft, Sicherheit und Qualität der Behandlung zu optimieren.

Untersuchungen zeigen, dass viele Patienten zum Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme potenziell vermeidbare Risiken der Arzneitherapie aufweisen, die vom Krankenhausarzt noch einmal eingehend betrachtet werden sollten. Denn: Ohne Unterstützung erkennt der Arzt im Durchschnitt nur etwa jede zweite gefährliche Verordnung.

Mehr zum Thema eBI für Krankenhäuser