So funktioniert eBI | Knappschaft-Bahn-See

eBI: So funk­tio­niert die elek­tro­ni­sche Be­hand­lungs­in­for­ma­ti­on

Versicherte der KNAPPSCHAFT können jederzeit, auch noch bei Krankenhausaufnahme, ihre Teilnahme an eBI erklären.

Das Einverständnis des Versicherten vorausgesetzt, steht dem aufnehmenden Arzt die elektronische Behandlungsinformation des Patienten sofort zur Verfügung.

Über einen Webservice greift der Arzt auf die Daten des Rechenzentrums der KNAPPSCHAFT zu. Die strukturiert abgebildeten Informationen kann er ausdrucken und zusammen mit dem Anamnesebogen ablegen.

eBI un­ter­stützt Ana­mne­se und The­ra­pie­si­cher­heit

Jeder stationär behandelte Versicherte der KNAPPSCHAFT wird im Durchschnitt von acht niedergelassenen Ärzten ambulant betreut. eBI erstellt einen Medikationsplan mit den aktuell von allen Ärzten verordneten Arzneimitteln. So ist es mit eBI möglich, rasch die tatsächlich eingenommene Medikation und Dosierung zu verifizieren.

Für die Medikation führt eBI eine Arzneimitteltherapie-Sicherheitsprüfung durch, einen Check auf vermeidbare Risiken. Dieser Check steht dem Arzt ausgedruckt als Hilfestellung zur Verfügung.

Das tech­ni­sche Kon­zept von eBI

eBI ermöglicht es dem teilnehmenden Krankenhaus, behandlungsrelevante Informationen über Versicherte mit deren Einverständnis elektronisch bei der KNAPPSCHAFT abzurufen. Dies erfolgt unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher und datensicherheitstechnischer Anforderungen. Hierzu nutzt das Krankenhaus den RpDoc® Konnektor – eine im teilnehmenden Krankenhaus zu installierende serverbasierte Software.

Der Konnektor besteht aus einem HL7 Service, einer Server- und einer Client-Komponente. Die Anfrage zur Datenlieferung an die zentrale Kommunikationsplattform der Krankenkasse erfolgt doppelt verschlüsselt und erhält eine eindeutige Kennung. Im Erfolgsfall werden die abgerufenen Daten lokal per Internet-Browser auf der Arbeitsstation dargestellt.

Tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen und Im­ple­men­tie­rung

Funk­ti­ons­fä­hig­keit si­chern

Um die Funktionsfähigkeit der Software sicherzustellen, benötigen Sie eine geeignete Betriebsumgebung. Folgende für das Produkt zugelassene Plattformen / Betriebssysteme, Hardware und Software von Drittanbietern werden unterstützt.

Ser­ver (Win­dows Dienst)

  • Microsoft® .NET 4.0 Framework
  • Internet Verbindung HTTPS
  • Microsoft® Windows Server 2003 SP2, 2008, 2008 R2, 2012 (Terminal- / Citrix-fähig)

HL7 Ser­vice (Win­dows Dienst)

  • Microsoft® .NET 4.0 Framework
  • HL7 Nachrichten (ADT, optional ORU)
  • Microsoft® Windows Server 2003 SP2, 2008, 2008 R2, 2012 (Terminal- / Citrix-fähig)

Ar­beits­sta­ti­on (Cli­ent­kom­po­nen­te)

  • Adobe® Acrobat Reader ab Version 6.0
  • Internet Verbindung HTTPS
  • Internet Browser mit aktiviertem Javascript und aktivierten Cookies
  • Microsoft® Windows XP SP2 / Vista / Windows 7 / Windows 8

In­stal­la­ti­on, Ad­mi­nis­tra­ti­on, War­tung und Up­da­tes

  • Die Konnektor-Serverkomponente wird als Windows-Dienst installiert. Die Administration des gesamten RpDoc® Konnektors erfolgt zentral über diese Komponente.
  • Die Konnektor-Client-Komponente steht der Arbeitsstation per Dateifreigabe zur Verfügung und ist durch einen Fremdaufruf aus dem Krankenhausinformationssystem aufrufbar. Es ist keine Installation bzw. Konfiguration auf den Arbeitsstationen erforderlich.
  • Die Wartung bzw. Updates für alle Konnektorkomponenten werden per Update-Webservice automatisiert zur Verfügung gestellt und ausgeführt.

Verschlüsselungstechnik

Dem Konnektor liegt für die Datenübertragung die aktuell höchste Sicherheitsstufe der Verschlüsselung zugrunde. Dabei wurden die Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der National Security Agency (NSA) zur Verschlüsselungstechnik für Dokumente höchster Geheimhaltung berücksichtigt.

Das bedeutet konkret: Die Datenübertragung erfolgt durch eine gesicherte und authentisierte Kommunikation (HTTPS) mit einem Webservice bzw. des Internet-Frontends der Knappschaft. Die Dateninhalte (Versichertendaten) werden mit dem aktuell empfohlenen und als sicher geltenden Verschlüsselungsverfahren kodiert. Somit werden die Versichertendaten doppelt verschlüsselt mit der aktuell höchsten Sicherheitsstufe für Datenübertragungen übermittelt.

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