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Synchronsprecher

Datum
31.03.2017

Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherung haben ihre Rechtsauffassung zur versicherungsrechtlichen Beurteilung von Synchronsprechern geändert.

In ihrer Sitzung zu Fragen des gemeinsamen Beitragseinzugs am 23. November 2016 kamen die Spitzenorganisationen überein, zwei Beschlüssen des Bundessozialgerichts zu folgen. Für die versicherungsrechtliche Beurteilung ist hiernach auf die Verhältnisse abzustellen, die nach Annahme des einzelnen Einsatzangebots bestehen. Aus der bloßen Kurzzeitigkeit von Tätigkeiten könne - anders als der Bundesfinanzhof dies für das Steuerrecht annimmt - schon deshalb nichts hergeleitet werden, weil das Sozialversicherungsrecht mit den Regelungen für unständig Beschäftigte gerade Sondernormen für Personen mit kurzzeitigen Beschäftigungen kenne.

Die Spitzenorganisationen gehen davon aus, dass die den Beschlüssen zu Grunde liegenden Tätigkeitsbeschreibungen und Abhängigkeiten dem typischen Tätigkeitsbild von Synchronsprechern in Synchronstudios entspricht, so dass sich die Beschlüsse auf die Tätigkeit von Synchronsprechern im Allgemeinen übertragen lassen.

Synchronsprecher sind abhängig Beschäftigte

Unter dieser Maßgabe sind Synchronsprecher statusrechtlich als abhängig Beschäftigte und nicht als selbständig Tätige anzusehen. Sofern in der Vergangenheit anders verfahren wurde, wird dies nicht beanstandet. Der gemeinsamen Verlautbarung zur versicherungsrechtlichen Beurteilung von Synchronsprechern vom 30. September 2005 kommt daher keine weitere Bedeutung mehr zu.

Ob die Beschäftigung als unständige Beschäftigung anzusehen ist, insbesondere, ob sie berufsmäßig ausgeübt wird, ist in einem weiteren Schritt zu prüfen.


Weitere Informationen zum Thema:
Besprechungsergebnis der Spitzenorganisationen der Sozialversicherung zu Fragen des gemeinsamen Beitragseinzugs vom 23. November 2016 (TOP I)

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