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Jahresmeldung zur Unfallversicherung (UV-Jahresmeldung)

Neben der Meldepflicht bei der Knappschaft oder der Minijob-Zentrale besteht auch eine Melde- und Beitragspflicht zur gesetzlichen Unfallversicherung. Die Unfallversicherung kommt für die Folgen von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten auf und wird nicht automatisch über die Knappschaft oder die Minijob-Zentrale abgedeckt. Eine private Unfallversicherung ersetzt nicht die Unfallversicherungspflicht kraft Gesetzes.

Zusätzlich zu den Entgeltmeldungen zur übrigen Sozialversicherung (wie beispielsweise der Jahresmeldung und der Unterbrechungsmeldung) ist für jeden in der gesetzlichen Unfallversicherung versicherungspflichtig Beschäftigten eine UV-Jahresmeldung mit dem Abgabegrund 92 zu erstatten. Hat der Arbeitnehmer im Jahr 2015 an mindestens einem Tag ein unfallversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis ausgeübt, ist für das Kalenderjahr 2015 erstmalig eine gesonderte UV-Jahresmeldung (zum 16. Februar 2016) zu erstatten. Dies gilt auch, wenn für das Jahr 2015 das beitragspflichtige Arbeitsentgelt zur Unfallversicherung bereits in voller oder teilweiser Höhe (Abmeldung und/oder Unterbrechungsmeldung) gemeldet wurde.

Beachte Abgabefrist: Die UV-Jahresmeldung ist grundsätzlich zum 16. Februar des Folgejahres der Versicherungspflicht zur Unfallversicherung abzugeben. Lediglich in den Fällen der Einstellung des Unternehmens, der Beendigung aller Beschäftigungsverhältnisse oder der Insolvenz kann die UV-Jahresmeldung bereits mit der nächsten Entgeltabrechnung, spätestens innerhalb von sechs Wochen, erstattet werden.

In der UV-Jahresmeldung sind folgende Angaben vorzugeben:

Nachfolgend sind nähere Erläuterungen zu den Angaben in der UV-Jahresmeldung aufgeführt. Soweit Sie weitere Fragen zum Inhalt der Unfallversicherungsdaten haben, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft bzw. Unfallkasse). Ist Ihnen der für Sie zuständige Unfallversicherungsträger nicht bekannt, so können Sie den zuständigen Unfallversicherungsträger bei der Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung unter der kostenfreien Rufnummer 0800 6050404 oder auch per E-Mail unter info@dguv.de erfragen.

Kalenderjahr der Versicherungspflicht zur Unfallversicherung
Die UV-Jahresmeldung ist unabhängig vom tatsächlichen Beschäftigungsverlauf immer für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember des abgelaufenen Kalenderjahres zu erstellen. Alle in der Unfallversicherung beitragspflichtigen Arbeitsentgelte eines Arbeitnehmer sind bezogen auf das Kalenderjahr in der UV-Jahresmeldung zusammenzufassen.



Betriebsnummer des zuständigen Unfallversicherungsträgers
Die Betriebsnummer ist dem Zuständigkeitsbescheid sowie auch jedem anderen Dokument des Unfallversicherungsträgers zu entnehmen.



Mitgliedsnummer des Unternehmens beim zuständigen Unfallversicherungsträger

Die Mitgliedsnummer des Arbeitgebers beim zuständigen Unfallversicherungsträger steht in den aktuellen Dokumenten des Unfallversicherungsträgers. Sie ist nur dann nicht vorzugeben, wenn besondere unfallversicherungsrelevante Sachverhalte durch die Vorgabe der UV-Gründe A07, A08 oder A09 abgebildet werden (vergleiche „UV-Grund“).

Die exakte Schreibweise und Länge der Mitgliedsnummer ist zu beachten, da auch fehlende oder zusätzliche Sonderzeichen (Leerzeichen, Schrägstrich, etc.) zu einer Abweisung der UV-Jahresmeldung führen. Eine Aufstellung des jeweils gültigen Formats der Mitgliedsnummer in Abhängigkeit der gültigen Betriebsnummer des zuständigen UV-Trägers ist der Anlage 20 des Gemeinsamen Rundschreibens (www.gkv-datenaustausch) zu entnehmen.



Betriebsnummer des Unfallversicherungsträgers, dessen Gefahrtarif angewendet wird

Die Betriebsnummer des Unfallversicherungsträgers, dessen Gefahrtarif angewendet wird, ist grundsätzlich identisch mit der Betriebsnummer des zuständigen Unfallversicherungsträgers. Lediglich in den Fällen, in denen für besonders veranlagte Betriebsteile der Gefahrtarif eines anderen Unfallversicherungsträgers angewendet wird (fremdartige Nebenunternehmen), ist die Betriebsnummer des anderen Unfallversicherungsträgers zu erfassen.

Diese Felder sind nur dann nicht zu füllen, wenn besondere unfallversicherungsrelevante Sachverhalte durch die Vorgabe der (UV-Gründe A07 bis A09 sowie B01 abgebildet werden (vergleiche „UV-Grund“).

Eine Aufstellung der Unfallversicherungsträger mit besonderen Meldetatbeständen (UV-Grund) ist der Anlage 19 des gemeinsamen Rundschreibens zum Meldeverfahren zu entnehmen (www.gkv-datenaustausch).



Gefahrtarifstelle
Die Gefahrtarifstelle ist dem aktuellen Veranlagungsbescheid des Unfallversicherungsträgers zu entnehmen. Das Feld ist nur dann nicht zu füllen, wenn besonderes unfallversicherungsrelevante Sachverhalte durch die Vorgabe der UV-Gründe A07 bis A09 sowie B01 abgebildet werden (vergleiche „UV-Grund“)



Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt zur Unfallversicherung
Es ist das Arbeitsentgelt des Versicherten für das Kalenderjahr vorzugeben, das beitragspflichtig in der Unfallversicherung ist. Grundsätzlich entspricht das unfallversicherungspflichtige Entgelt dem sozialversicherungspflichtigen Entgelt. Jedoch sind unter anderem auch lohnsteuerfreie Zuschläge für Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit und Nachtarbeit dem Arbeitsentgelt zur Unfallversicherung zuzuordnen.

Muss das Gesamtentgelt innerhalb des Kalenderjahres aufgrund von unterschiedlichen Gefahrtarifstellen aufgeteilt werden, sind jeweils die für die entsprechende Gefahrtarifstelle erzielten Entgelte einzutragen.

Das beitragspflichtige Entgelt zur Unfallversicherung ist nur dann nicht vorzugeben, wenn besondere unfallversicherungsrelevante Sachverhalte durch die Vorgabe eines UV-Grundes abgebildet werden (vergleiche „UV-Grund“). Ein UV-Entgelt in Höhe von 0 Euro ist konkret zu begründen. Dies erfolgt über die Vorgabe der entsprechenden UV-Gründe (vergleiche „UV-Grund").



UV-Grund
In dem Feld „UV-Grund“ sind nur dann Eingaben vorzugeben, wenn es sich um Besonderheiten handelt, die bei der Beitragsberechnung in der Unfallversicherung berücksichtigt werden müssen. Liegen keine Besonderheiten vor, bleibt das Feld „UV-Grund“ leer.


Hinweis: Weitere Informationen zu den Meldedaten zur Unfallversicherung erhalten Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Zudem wurde ein Fragen- und Antwortkatalog zur UV-Jahresmeldung für die Beantwortung häufiger Fragen erstellt.

Die nachstehende Tabelle enthält eine Übersicht aller UV-Gründe nebst Erläuterungen sowie den jeweils erforderlichen bzw. entbehrlichen Daten zur Unfallversicherung.


UV-GrundErläuterungerforderliche UV-Datenentbehrliche UV-Daten
A07 1)Meldungen für Arbeitnehmer der UV-TrägerBBNR des UV-TrägersMitgliedsnummer, BBNR des UV-Trägers, dessen Gefahrtarif angewendet wird, Gefahrtarifstelle und UV-Entgelt
A08Unternehmen ist Mitglied bei einer landwirtschaftlichen BerufsgenossenschaftBBNR des UV-Trägers 2)Mitgliedsnummer, BBNR des UV-Trägers, dessen Gefahrtarif angewendet wird, Gefahrtarifstelle und UV-Entgelt
A09Beitrag zur UV wird nicht nach dem Arbeitsentgelt bemessen (z. B. Kopfpauschale)BBNR des UV-Trägers 3)Mitgliedsnummer, BBNR des UV-Trägers, dessen Gefahrtarif angewendet wird, Gefahrtarifstelle und UV-Entgelt
B01Entsparung von ausschließlich sozialversicherungspflichtigem Wertguthaben BBNR des UV-Trägers und MitgliedsnummerBBNR des UV-Trägers, dessen Gefahrtarif angewendet wird, Gefahrtarifstelle und UV-Entgelt
B06UV-Entgelt wird in einer anderen Gefahrtarifstelle dieser Entgeltmeldung angegebenBBNR des UV-Trägers, Mitgliedsnummer, BBNR des UV-Trägers, dessen Gefahrtarif angewendet wird und Gefahrtarifstelle UV-Entgelt
B09Sonstige Sachverhalte, die kein UV-Entgelt in der Meldung erfordernBBNR des UV-Trägers, Mitgliedsnummer, BBNR des UV-Trägers, dessen Gefahrtarif angewendet wird und Gefahrtarifstelle UV-Entgelt


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1) Eine Aufstellung der zulässigen meldenden Betriebsnummern ist der Anlage 19, Teil c, des Gemeinsamen Rundschreibens zum Meldeverfahren (www.gkv-datenaustausch.de) zu entnehmen.

2) Eine Aufstellung der Unfallversicherungsträger mit zulässigen Betriebsnummern der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ist der Anlage 19, Teil a, des Gemeinsamen Rundschreibens zum Meldeverfahren (www.gkv-datenaustausch.de) zu entnehmen.

3) Eine Aufstellung der Unfallversicherungsträger mit zulässigen Betriebsnummern der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand ist der Anlage 19, Teil b, des Gemeinsamen Rundschreibens zum Meldeverfahren (www.gkv-datenaustausch.de) zu entnehmen.


Beachte Korrektur von Entgeltmeldungen mit Angaben zur Unfallversicherung sowie von UV-Jahresmeldung: Erläuterungen nebst Beispielen zur Korrektur von bereits abgegebenen Entgeltmeldungen für den Meldezeitraum vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2014 sind unter Ziffer 15 des Frage- und Antwortkatalogs zur UV-Jahresmeldung enthalten.


Arbeitgeber mit Betriebssitz im Ausland

Arbeitgeber mit Betriebssitz im Ausland, die Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigen, haben diese Arbeitnehmer nach deutschem Recht zur UV zu melden. Dies gilt auch, wenn ein Arbeitnehmer in Deutschland und zugleich im europäischen Ausland verschiedene Beschäftigungen für verschiedene Arbeitgeber ausübt und in Deutschland wohnt. In diesen Fällen gelten die deutschen Vorschriften zur Sozialversicherung, sodass auch von ausländischen Arbeitgebern eine Meldung zur UV in Deutschland zu erfolgen hat.

Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.



Das aktuelle Gemeinsame Rundschreiben zum Meldeverfahren in der Sozialversicherung mit Anlagen steht für Sie unter www.gkv-datenaustausch.de zum Download zur Verfügung. Den aktuellen Frage- und Antwortenkatalog zur UV-Jahresmeldung finden Sie hier.




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