Navigation und Service

Government Site Builder Standardlösung (Link zur Startseite)


Mein Reeder will mich auf einem Schiff unter ausländischer Flagge beschäftigen. Was bedeutet das für die Versicherung?

Alle Seeleute, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, werden in der Seemannskasse versicherte, wenn die Voraussetzungen für die Annahme einer Ausstrahlung vorliegen. Dazu muss das Heuerverhältnis bei einem Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland bestehen oder eine so genannte befristete Entsendung auf ein ausgeflaggtes Schiff oder Schiff unter fremder Flagge vorliegen. Außerdem dürfen Regelungen des über- und zwischenstaatlichen Sozialversicherungsrechts (z.B. bei Schiffen unter der Flagge eines anderen EU-Staates) nicht anzuwenden sein. Kommt eine Versicherung nach den gesetzlichen Regelungen der Ausstrahlung nicht zustande, werden deutsche Seeleute, die bei einem ausländischen Arbeitgeber beschäftigt sind, gleichwohl in der Seemannskasse versicherte. Voraussetzung hierfür ist, dass sich das Schiff, auf dem sie fahren, überwiegend im Eigentum eines deutschen Reeders mit Sitz im Inland befindet und der Reeder eine Unfallversicherung bei einer gewerblichen Berufsgenossenschaft (zuständig wäre die BG Verkehr) beantragt. Sind alle Bedingungen dieser gesetzlich vorgeschriebenen Antragsversicherung erfüllt, werden sie Seefahrtzeiten beim Überbrückungsgeld berücksichtigt.
Sollte eine Versicherung nach den Regelungen über die Ausstrahlung oder eine gesetzlich vorgeschriebene Antragsversicherung auf ein Beschäftigungsverhältnis im Ausland nicht bestehen, kann auf Antrag des Reeders eine so genannte freiwillige Antragsversicherung zustande kommen. Die dann ggf. auch die Seemannskasse mit einschließt.


Diese Seite:

© Knappschaft-Bahn-See