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Kranken- und Pflegeversicherung

Krankenversicherung bei Bezug von Überbrückungsgeld
Durch die Antragstellung oder den Bezug von Überbrückungsgeld wird keine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung begründet. Allerdings kann wegen eines Beschäftigungsverhältnisses an Land, aufgrund des Arbeitslosengeldbezuges oder des Bezugs einer Rente Krankenversicherungspflicht bestehen.

Wir empfehlen Beziehern von Überbrückungsgeld, die der gesetzlichen Krankenversicherung als Pflichtmitglied nicht angehören, rechtzeitig eine freiwillige Mitgliedschaft zu beantragen. Rechtzeitig in diesem Sinne ist spätestens innerhalb von drei Monaten nach dem Ausscheiden aus der Versicherungspflicht oder ähnlichen Tatbeständen (§ 9 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch).
Sollte eine Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht möglich sein, empfehlen wir, sich bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen ausreichend zu versichern.

Zeiten einer freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung werden, ebenso wie Pflichtversicherungszeiten, bei der Vorversicherungszeit für die Krankenversicherung der Rentner berücksichtigt.

Das Überbrückungsgeld und die ergänzenden Leistungen unterliegen der Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bezieher von Überbrückungsgeld aus der Seemannskasse sind verpflichtet den Bezug ihrer jeweiligen Krankenkasse mitzuteilen, welche dann die Beiträge berechnet. In besonderen Fällen führt die Seemannskasse die Beiträge direkt ab.

Beim Überbrückungsgeld als einmaliger Abschlagsausgleich werden für den Zeitraum von 10 Jahren Beiträge erhoben. Diese sind vom Leistungsbezieher in voller Höhe zu tragen. Grundlage für die Beitragsberechnung ist die gesamte Einmalzahlung, umgerechnet in einen Monatsbeitrag bezogen auf einen Zeitraum von 10 Jahren (Monatsbetrag = 1/120 der Einmalzahlung).

Zeitgleich mit der Auszahlung teilt die Seemannskasse der jeweiligen Krankenkasse die Höhe des Abschlagsausgleichs mit. Über die daraus zu zahlenden Beiträge zur Krankenversicherung erhalten Leistungsbezieher von ihrer Krankenkasse einen gesonderten Bescheid.

Die Seemannskasse zahlt keinen Zuschlag zu den Aufwendungen für die Krankenversicherung.


Pflegeversicherung bei Bezug von Überbrückungsgeld
Seeleute müssen von Ihrem Überbrückungsgeld auch einen Beitrag zur Pflegeversicherung zahlen. Der Beitrag beträgt derzeit bei Mitgliedern einer gesetzlichen Krankenkasse mit nachgewiesener Elterneigenschaft 2,35 Prozent des Überbrückungsgeldes. Bei Mitgliedern ohne nachgewiesene Elterneigenschaft sind es 2,60 Prozent.

Einen Zuschlag zu den Aufwendungen für die Pflegeversicherung zahlt die Seemannskasse nicht.

Die Hinweise zur Beitrags- und Anzeigepflicht zur Krankenkasse gelten auch für die Pflegeversicherung.


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