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Überbrückungsgeld und Steuern

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Bei den von der Seemannskasse laufend gezahlten Überbrückungsgeldern handelt es sich um „Sonstiges Einkünfte“ im Sinne des § 22 Nr. 1 S. 3 Buchst. a Doppelbuchstabe bb Einkommensteuergesetz (EStG). Sie sind als sogenannte „abgekürzte Leibrente“ im Sinne des § 55 Abs. 2 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EstDV) zu behandeln. Damit unterliegen die Überbrückungsgelder der Seemannskasse wie die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich der Steuerpflicht. Anders als die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung, werden die Überbrückungsgelder der Seemannskasse nicht von den seit dem 1. Januar 2005 geltenden Änderungen im Steuerrecht erfasst. Während die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung seit diesem Zeitpunkt nachgelagert versteuert werden, werden die Überbrückungsgelder der Seemannskasse weiterhin mit dem Ertragsanteil versteuert. Ertragsanteilsbesteuerung bedeutet, dass das Überbrückungsgeld nicht mit dem vollen Betrag, sondern nur zu einem Teil, mit seinem Ertragsanteil, zu versteuern ist. Damit ist lediglich der fiktive Ertrag des im Laufe der Jahre eingezahlten „Kapitals“ (also der Beiträge) steuerpflichtig. Der Ertragsanteil ist gesetzlich festgelegt. Seine Höhe bestimmt sich nach dem Alter bei Inanspruchnahme des Überbrückungsgeldes.

Die Abschlagsausgleichs-Einmalzahlung bleibt bei der Einkommensteuer unberücksichtigt.

Informationen zum Steuerecht bei Renten der gesetzlichen Rentenversicherung finden Sie in der
Broschüre der Deutschen Rentenversicherung: „Versicherte und Rentner: Informationen zum Steuerrecht“.

Durch die grundsätzliche Steuerpflicht sind auch Bezieher von Überbrückungsgeldern der Seemannskasse dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Ob letztlich Steuern zu zahlen sind, hängt von den persönlichen Verhältnissen des Überbrückungsgeldbeziehers ab. Zum Beispiel davon, ob er oder der mit ihm zusammenveranlagte Ehegatte weitere steuerpflichtige Einkünfte hat. Diese werden zum steuerpflichtigen Teil des Überbrückungsgeldes hinzugerechnet.

Genaue Auskünfte hierüber kann aber nur das für Sie zuständige Finanzamt erteilen.

Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Träger der Seemannskasse ist gesetzlich dazu verpflichtet, jährlich die gezahlten Leistungen der Seemannskasse der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) mitzuteilen. Diese leitet dann die Daten an die zuständigen Länderfinanzverwaltungen weiter.

Bitte beachten Sie:

Das Bundeszentralamt für Steuern teilt seit dem 1. August 2008 jedem in Deutschland gemeldeten Bürger schriftlich seine persönliche steuerliche Identifikationsnummer mit. Diese ersetzt die bisher für die Einkommensteuer verwendete Steuernummer. Die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Träger der Seemannskasse benötigt die Nummer für das Rentenbezugsmitteilungsverfahren. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Identifikationsnummer mitzuteilen.


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