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Was sind soziale Komponenten?

Versorgungspunkte können nicht nur aus den zusatzversorgungspflichtigen Arbeitsverdiensten ermittelt werden, sondern auch aus Zeiten, in denen während Ihrer Mitgliedschaft in der Renten-Zusatzversicherung keine Beitragsentrichtung erfolgte, weil Sie an der Beschäftigungsausübung gehindert waren. Solche Zeiten stellen die Zurechnungszeiten bei Erwerbsminderungsrenten und die Elternzeit nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz (Kindererziehungszeiten) dar. Des Weiteren können Geringverdiener so genannte Mindestversorgungspunkte erhalten, wenn sie am 1. Januar 2002 mindestens 20 Jahre pflichtversichert waren.

Folgende Zeiten zählen zu den sozialen Komponenten:

  1. Zurechnungszeit bei Erwerbsminderung oder Hinterbliebenenrentenbezug
  2. Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten
  3. Mindestversorgungspunkte

1. Zurechnungszeit bei Erwerbsminderung oder Hinterbliebenenrentenbezug

Sollte eine Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente vor Vollendung des 60. Lebensjahres gewährt werden, können weitere Versorgungspunkte hinzugerechnet werden. Dadurch werden Sie so gestellt, als ob Sie erst mit dem 60. Lebensjahr die Betriebsrente erhalten würden. Für je 12 volle Kalendermonate vor Vollendung des 60. Lebensjahres werden die Versorgungspunkte hinzugerechnet, die sich aus dem Verhältnis des durchschnittlichen monatlichen zusatzversorgungspflichtigen Entgelts in den drei Kalenderjahren vor dem Eintritt des Versicherungsfalls zum Referenzentgelt und dem Altersfaktor 1,0 ergeben.

Gleiches gilt auch für den Bezug einer Hinterbliebenenrente vor Vollendung des 60. Lebensjahres des Versicherten.

2. Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten

Kinder zu haben, ist etwas Schönes. Deshalb werden Zeiten der Kindererziehung auch in der Zusatzversorgung stärker berücksichtigt. Während der Dauer der gesetzlichen Elternzeit können Sie für Zeiten ohne Beschäftigung Versorgungspunkte gutgeschrieben bekommen, die sich aus einem monatlichen Entgelt von 500 EUR ergeben würden. Der aus diesen Zeiten resultierende monatliche Rentenbetrag kann je nach Alter der Versicherten bis zu 16 EUR pro Monat und Kind betragen.

3. Mindestversorgungspunkte

Wenn Sie am 1. Januar 2002 mindestens 20 Jahre in der Renten-Zusatzversicherung pflichtversichert waren, werden bei der Ermittlung der Startgutschrift für jedes volle Kalenderjahr der Pflichtversicherung mindestens 1,84 Versorgungspunkte (Mindestversorgungspunkte) gutgeschrieben. Diese ermittelten Mindestversorgungspunkte entsprechen einem monatlichen Entgelt von mindestens 1.840,65 EUR. Diese Regelung kommt insbesondere langjährig Versicherten mit unterdurchschnittlichen Verdiensten zugute. Sie können zusätzliche Versorgungspunkte erwarten, wenn ihr zusatzversorgungspflichtiges Entgelt 1.840,65 EUR unterschritten haben sollte.

Natürlich informieren wir Sie hierüber gerne in einem ganz persönlichen Beratungsgespräch.


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