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Wann sollten Sie an eine medizinische Rehabilitation denken?

Wenn Sie an Auswirkungen einer schweren oder chronischen Krankheit leiden.

Wenn Ihre Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.

Wenn Ihre Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt ist.

Wenn bei Ihnen besondere Gesundheitsrisiken bestehen, die zu einer Erkrankung führen können.

Welche Formen der Rehabilitation gibt es?

Stationär:

  • Medizinische Rehabilitation bei bestehenden (auch chronischen) Erkrankungen.
  • Anschlussheilbehandlung (AHB) als Weiterbehandlung nach Krankenhausaufenthalt aufgrund schwerer Akuterkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Krebserkrankung) oder Operationen.
  • Nach- und Festigungsrehabilitation bei Krebserkrankungen, entsprechend den Richtlinien zur Krebsnachsorge.
  • Rehabilitation für Kinder, bei Schwächung und Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung des Kindes, falls erforderlich in Begleitung eines Elternteiles.

Ambulant:

  • Rehabilitation bei bestimmten Krankheitsbildern ohne stationären Behandlungsbedarf. Kommt beispielsweise bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und des Bewegungsapparates, bei Diabetes sowie Bluthochdruckerkrankungen in Betracht.

    Je nach Ausmaß und Verlauf ist dieses Angebot auch bei neurologischen Erkrankungen (z. B. nach einem Schlaganfall) angezeigt.

    Eine wohnortnahe ambulante neurologische Reha bietet z. B. das Reha Zentrum prosper Bottrop.

Wie sehen die gesetzlichen Rahmenbedingungen aus?
  • Zunächst müssen Sie die persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Grundsätzlich ist eine Rehabilitationsmaßnahme alle vier Jahre möglich. Wenn es medizinisch erforderlich ist, auch früher.
  • Die Dauer einer Rehabilitationsmaßnahme beträgt in der Regel drei Wochen, bei Kinderheilbehandlungen vier bis sechs Wochen. Verlängerungen aus medizinischen Gründen sind möglich.
  • Die Zuzahlung für stationäre Vorsorge und Rehabilitation beträgt grundsätzlich 10 Euro pro Tag in den alten wie in den neuen Ländern. Es gibt allerdings Sonderregelungen und zahlreiche Befreiungsmöglichkeiten.
  • Seit dem 01. Januar 1999 haben Reha-Leistungen keine Auswirkungen mehr auf den Erholungsurlaub und die Entgeltfortzahlung. Es darf keine Minderung des Jahresurlaubs erfolgen und die Entgeltfortzahlung beträgt 100 Prozent durch den Arbeitgeber.
Besteht die Möglichkeit, hinsichtlich des Rehabilitationsortes und der Reha-Klinik einen Wunsch zu äußern?

Sie können im Reha-Antrag Ihre  Wünsche vermerken. Grundsätzlich wird aber vom Kostenträger geprüft, ob Ihrem Wunsch entsprochen werden kann.

Wesentliches Ziel der Rehabilitation ist es, dass Ihr gesundheitlicher Zustand verbessert bzw. wiederhergestellt wird. Deshalb wird überprüft, ob in der von Ihnen ausgesuchten Reha-Klinik das Ziel der Rehabilitation mit der gleichen Wirksamkeit und ebenso wirtschaftlich erreicht werden kann.

Ich habe ein Kind. Wer übernimmt die Kosten der Betreuung meines Kindes, wenn ich eine Reha-Maßnahme durchführen lasse?

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Deutsche Rentenversicherung bzw. die Krankenversicherung bis zu einer bestimmten Höhe die Kosten für eine Haushaltshilfe. Allerdings müssen Sie nachstehende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen während der Rehabilitationsmaßnahme außerhalb des eigenen Haushalts untergebracht sein.
  • Sie können aus dem o.g. Grund Ihren Haushalt nicht weiterführen.
  • Es gibt auch keine andere im Haushalt lebende Person, die den Haushalt weiterführen kann und
  • es muss ein Kind im Haushalt leben, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat bzw. das behindert und auf Hilfe angewiesen ist.
Wie lange dauert es, bis meine medizinische Rehabilitation beginnen kann?

Nach Eingang Ihrer vollständigen Antragsunterlagen für eine medizinische Rehabilitation erhalten Sie von uns so schnell wie möglich einen Bescheid.

Ist über Ihren Antrag positiv entschieden worden, liegt in der Regel nur eine kurze Zeitspanne zum Beginn der Maßnahme. Mit dem Einladungsschreiben der Reha-Klinik erhalten Sie den Beginn der Reha-Maßnahme mitgeteilt. Falls dieser Termin für Sie ungünstig liegt, sollten Sie sich direkt mit Ihrer Reha-Klinik abstimmen.

Wird die Teilnahme an einer Leistung zur Rehabilitation auf den Erholungsurlaub angerechnet?

Der Erholungsurlaub darf nach den Vorschriften des Bundesurlaubgesetzes

(§ 10 BurlG) nicht auf Maßnahmen der Rehabilitation oder Vorsorge angerechnet werden, soweit  ein Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall besteht.

Die Berechtigung des Arbeitgebers, Tage der Teilnahme an den o. g. Maßnahmen auf den Erholungsurlaub anzurechnen, wurde zum 01. Januar 1999 aufgehoben.

Ich muss zur Anschlussheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlussrehabilitation (AR). Aus gesundheitlichen Gründen kann ich keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Werden mir die Taxikosten erstattet?

Wenn aus medizinischen Gründen eine Fahrt mit dem Taxi zur Reha-Klinik unabdingbar ist, werden hierfür die Kosten übernommen. Eine entsprechende Bestätigung muss aber durch den behandelnden Arzt des Krankenhauses erfolgen.

Wer zahlt die Kosten für eine Rehabilitationsmaßnahme?

Die Kosten für eine bewilligte Maßnahme übernimmt in der Regel die Krankenversicherung für nicht-erwerbstätige (z. B. Rentner) und die Rentenversicherung bei Erwerbstätigen. Für Versicherte der Knappschaft-Bahn-See klären wir den Kostenträger für Sie.

Sie leisten ggf. lediglich eine Zuzahlung gemäß den gesetzlichen Vorgaben.

Bin ich während der Teilnahme an einer Leistung zur Teilhabe unfallversichert?

Ja, während der Teilnahme an einer Leistung zur Teilhabe besteht für Sie ein Unfallversicherungsschutz, falls sich im Zusammenhang mit der Maßnahme (Behandlung bzw. Ausbildung) ein Unfall ereignen sollte.

Hierfür leistet die Knappschaft-Bahn-See die Beiträge. Begleitpersonen sind aber nicht unfallversichert. Dies gilt auch dann, wenn die Kosten für die Begleitperson von der Rentenversicherung übernommen werden.


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