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Versorgungsforschung bei der KNAPPSCHAFT

Unzureichende praxisgestützte Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit des Versorgungsgeschehens werden als unbefriedigend und ein wachsendes Defizit in der Gesetzlichen Krankenversicherung gesehen. Hier setzt die Versorgungsforschung an:

  • Wie viele Versicherte nehmen pro Jahr einen oder mehrere Ärzte in Anspruch?
  • Welche Medikamente werden verordnet und in welchem Umfang?
  • Werden auch Medikamente verordnet, deren Nutzen oder Zusatznutzen fragwürdig ist?
  • Wie oft finden Operationen am Rücken statt und müssen die Betroffenen danach keine oder doch genauso viele Schmerzmittel einnehmen wie vor der Operation?
  • Sind bestimmte Versorgungsstrukturen bzw. Abläufe anderen überlegen? Liefern strukturierte Chronikerprogramme (Disease Management) einen messbaren Mehrwert für die Betroffenen?
  • Welche Auswirkungen haben gesetzliche Änderungen, etwa die Abschaffung der Praxisgebühr im Jahre 2013? Führt dies zu einer verstärkten Inanspruchnahme ärztlicher Dienstleistungen?

Die Erörterung solcher Fragestellungen ist für jede Krankenkasse von grundsätzlichem Interesse, da die Beratung der Versicherten sowie die Mitgestaltung von Versorgungsprozessen zum Wohle der Versicherten und Patienten eindeutig zu den Kernaufgaben gehört: „Gestalten statt verwalten“ lautet das Motto. Natürlich geht es dabei auch um Geld: Streng genommen kann eine Krankenkasse ohne Versorgungsforschung nicht beurteilen, ob die ihr anvertrauten Beitragsmittel effektiv und effizient eingesetzt werden! Besonders wichtig ist dies dort, wo die Krankenkassen hohe Gestaltungsspielräume haben, etwa bei Zusatz-/Satzungsleistungen und Selektivverträgen.
Der wichtigste „Rohstoff“ für die Versorgungsforschung sind die Leistungs- und Abrechnungsdaten der Krankenkassen. Zur „Veredelung“ bedarf es dann des entsprechenden Knowhow auf den Gebieten der Medizin, Pharmazie, Ökonomie und Statistik.
Die Ergebnisse der Versorgungsforschung sollen selbstverständlich nicht geheim bleiben. Die Herausgabe jährlich wiederkehrender „Reports“, wie andere Krankenkassen sie selbst oder zumeist durch externe Institute erstellen lassen, ist nicht Ziel der KNAPPSCHAFT. Wohl aber sollen wichtige Ergebnisse einem größeren Publikum zugänglich gemacht werden. Neben der Veröffentlichung in bekannten Fachzeitschriften oder der Vorstellung der Ergebnisse auf Kongressen, sollen Ausarbeitungen interessierten Fachkreisen an dieser Stelle zugänglich gemacht werden.


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